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Boden  /  Bodenfruchtbarkeit  /  Regenwurm

Die Bedeutung der Regenwürmer für die Bodenfruchtbarkeit.

Der Regenwurm ist kein Zufallsgast im Acker. Er ist der wichtigste Mitarbeiter — er schließt Nährstoffe auf, baut Dauerhumus und hält den Boden dauerhaft durchlässig.

Biohof Brunner — lebendiger Boden

Die Wichtigkeit der Regenwürmer auf die Bodenfruchtbarkeit ist sehr hoch und für die Landwirtschaft von enormer Bedeutung. Nährstoffe werden durch Regenwürmer aufgeschlossen und die Bodenfruchtbarkeit wird durch den Regenwurmkot fortlaufend gesteigert.

Was der Regenwurm tut

Der Regenwurm frisst die organischen Abfallprodukte von der Oberfläche, die vorher mit Sauerstoff unter Zuhilfenahme der Mikroorganismen rotten. Weiters frisst er Erde aus dem Unterboden und gibt den daraus entstandenen Kot wieder an der Oberfläche ab.

Durch den Verdauungstrakt werden die gebundenen Nährstoffe gelöst. Der daraus entstehende Regenwurmkot enthält im Durchschnitt:

Nitrat
(org. gebunden)

Phosphor

11×

Kalium

2,5×

Magnesium

Kalzium

Alle Werte im Vergleich zum Mutterboden.

Je mehr Stroh und Gründüngung an der Oberfläche angeboten werden, umso schneller kann sich das Bodenleben und vor allem der Regenwurm vermehren. Franz Brunner

Regenwurmgänge und Wasseraufnahme

So entsteht, unter der Rücksichtnahme auf das Bodenleben, während der Produktion eine Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Viele Regenwurmgänge bedeuten zugleich auch ein hohes Wasseraufnahmevermögen des Bodens — gemessen in Menge und Geschwindigkeit.

Was den Regenwurm gefährdet

Da der Regenwurm durch mechanische Maßnahmen (Pflug, Grubber, Kreiselegge u.ä.) und chemische Maßnahmen in seiner Entwicklung gestört wird, ist die Absenkung der Bodenfruchtbarkeit in den letzten Jahrzehnten an vielen ackerbaulichen Standorten vorangeschritten.

Die intensivere Bodenbearbeitung mit dem Traktor hat zwar vorerst die Erträge erhöht, doch dies ging zu Lasten der Bodenfruchtbarkeit und der Nachhaltigkeit. Intensivere Bodenbearbeitung bringt intensiven Humusabbau mit sich — das macht zwar kurzfristig höhere Erträge, aber langfristig:

  • Kaputte Böden, die abschwemmen und verloren gehen
  • Pflanzen, die von Krankheiten und Schädlingen befallen werden
  • Rückgang der biologischen Aktivität im gesamten Bodenprofil

Auf Dauer ist der Regenwurm der zuverlässigste Indikator für gesunden Boden. Wer ihn schützt, schützt die Grundlage seiner gesamten Produktion. Mehr Stroh, mehr Gründüngung, weniger mechanischer Eingriff — das ist der direkte Weg zu mehr Würmern und mehr Bodenfruchtbarkeit.

Wie Rotte und Fäulnis den Regenwurm beeinflussen: → Rotte und Fäulnis
Die praktische Seite: → Humusaufbau